


Hier haben die letzten 73 Jahre so manche Spuren hinterlassen mit mehreren überlagernden Werbungen und Aufschriften.
Im unteren Bereich befindet sich aus 3 verschiedenen Zeitabschnitten die Aufschrift „Hotel Restaurant zur Post“. Das Hotel-Restaurant eröffnete im Jahr 1952 und wurde zunächst von der Familie Nahrings betrieben, was man ganz unten in rötlicher Schrift noch lesen kann. Sie wurde später durch den nachträglich geschaffenen Eingang unterbrochen. Nach mehreren Betreiberwechseln dürfte das Unternehmen etwa Anfang der 2000er Jahre geschlossen haben.
Im oberen Teil befand sich zunächst eine Werbung der Marke Andreas-Edel-Pils mit einem Adler in einem Kreis (siehe unten unter Geschichtsverein). Das Bier wurde von einem benachbarten Getränkehandel bezogen, vermutlich in den 70er Jahren wurde sie durch eine Werbung für Wicküler Bier mit 3 Musketieren übermalt unter der „Wicküler – Männer wie wir“ stand (siehe unter Foto 2008). Über die Jahre trat die ursprüngliche Werbung trotz Übermalung wieder hervor und verschmolz mit dem inzwischen verblassten Nachfolger.
Das in den 1880er Jahren erbaute Haus wurde 2003 unter Denkmalschutz gestellt, steht seit vielen Jahren leer und wird gegenwärtig zum Kauf angeboten.
Fotografiert im Oktober 2025.
Quellen:
Siehe Abschnitt „Rosenallee/Kaiserstraße-Ausgb. vom 19.03.2020“, Geschichtsverein Eschweiler / Aachener Anzeiger, Foto mit Zustand von 2008.














Es gibt doch immer noch Überraschungen, wenn man durch Düsseldorf läuft, wie diese alte Neonreklame aus den 1950er Jahren. Etwas versteckt liegend, zierte sie wohl mal eine Kneipe. Die drei Biermarken wurden einst von der Hirschbrauerei produziert, die bis etwa Ende der 1960er Jahre eine der großen Düsseldorfer Brauereien war. Aber auch von ihr ist nichts geblieben und selbst ältere Düsseldorfer können sich kaum noch an sie und ihre Marken erinnern. Das 1897 gegründete Unternehmen wechselte ab den 70er Jahren mehrfach den Besitzer und stelle den eigenen Braubetrieb ein, bestand aber noch bis zur Verschmelzung auf die Muttergesellschaft im Jahr 2005.


Ein zunächst etwas verwirrender Fall, denn die jahrzehntelang parallel existierenden Wuppertaler Unternehmen Peter Holzrichter & Co. und Peter Holzrichter GmbH haben praktisch nichts miteinander zu tun.










Die Camel-Werbung lief mir schon vor einigen Jahren in Flensburg auf der Schiffbrücke über den Weg. Die Straße war in den 1970er und 80er Jahren eine berüchtigte Party- und wohl auch Rotlichtmeile, bis sie später ziemlich herunterkam. Aus der Glanzzeit dürfte die Werbung stammen, genauer gesagt der Umriss. Ursprünglich waren die Schriftzüge und das Kamel auf den blanken Backsteinen befestigt und als irgendwann die Wand gestrichen wurde, musste man um die Werbung herummalen, wodurch die Umrisse entstanden. Später wurde die Camel-Werbung durch eine Plakatwand ersetzt, ohne dass die Umrisse zuvor überstrichen wurden. Anscheinend handelte es sich um eine Leuchtreklame. Inzwischen wurde die Schiffbrücke wieder auf Vordermann gebracht und auch das Haus renoviert, wobei die Wand (leider) komplett gestrichen wurde.
Die Neonreklame von Küpper Schuhe leuchtet schon lange nicht mehr und erinnert an das ehemalige Schuhgeschäft Küpper in Düsseldorf-Rath. Es befand sich unmittelbar am dortigen (S-)Bahnhof und hatte wohl nichts mit gleichnamigen Läden in Düsseldorf zu tun, wie z.B. dem orthopädischen Schuhgeschäft Küpper (1899-2015) in der Stadtmitte.






