WEKUmat in Offenbach am Main

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WEKUmat ist ein hessischer Küchenhersteller, der laut seiner Webseite im Jahr 1964 gegründet wurde und seinen Sitz ca. 50 km südöstlich von Offenbach hat. Ganz so alt dürfte die Werbung für Einbauküchen aber nicht sein, vermutlich stammt sie aus den 80er- oder 90er-Jahren. Ein Teil der Werbung wird leider durch den später erfolgten Anbau verdeckt, dennoch ist sie für ihr Alter noch recht gut erhalten.

Der rote Balken rechts könnte Teil eines Richtungspfeils gewesen sein. Bisher ließen sich aber keine Anhaltspunkte dafür finden, dass sich in der Nähe ein Geschäft oder Vertriebspartner des Unternehmens befand. Da die Gegend in den letzten Jahren ihr Gesicht durch viele Neubauten stark verändert hat, ist das aber nicht auszuschließen.

Vielen Dank an Bianca G. für das schöne Foto! Fotografiert im September 2025.

Werbewand in Valkenburg

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Diese schöne Werbewand kann man im niederländischen Valkenburg bestaunen. Sie besteht heute aus sieben Kacheln mit Werbung, die vermutlich aus den 1920er- oder 30er-Jahren stammen. Darunter scheint aber ältere Werbung durch, anscheinend wurde die Wand immer wieder übermalt. Leider lässt sich vieles nicht mehr entziffern, aber beworben wird u. a. die Philips-Lampe, eine Autowerkstatt in Maastricht und die Batavier Schifffahrtslinie.

In Valkenburg ist die Wand Kult, man hat sich des Erbes angenommen und die Kacheln an anderen Gebäuden im Ort originalgetreu nachgemalt. Leider gibt es aber selbst auf der offiziellen Webseitelink des Projekts kaum Hintergrundinformationen zur Werbewand.

Fotografiert im Dezember 2022.

Möbel Krückels in Neuss

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In der Innenstadt von Neuss hat sich eine hübsche Neonreklame aus den 1960er-Jahren erhalten. Sie stammt aus einer Zeit, in der es noch keine riesigen Möbelhäuser bzw. große Ketten am Stadtrand auf der grünen Wiese gab, damals ging man zum lokalen Möbelhändler in die Stadt.

Gründer des Möbelhauses war Franz Krückels, der in Neuss ab Mai 1929 erste Zeitungsannoncen schaltete, um ein „echt eichenes Schlafzimmer“ und eine Küche zu verkaufen. Das Geschäft scheint in sehr kleinem Umfang in einer Erdgeschosswohnung auf der Königstraße begonnen zu haben. Für den Einlass musste man zweimal klingeln. Damals war er erst 21 Jahre alt, die gleichen Anzeigen erschienen unter dem Namen Krückels aber schon seit 1927 bis weit in 1929 mit Verkauf in der Volksgartenstraße in Mönchengladbach. Im Dezember 1929 zog das Geschäft von Franz Krückels zum Hermannsplatz, wobei das Angebot zunehmend wuchs und weiterhin intensiv inseriert wurde. Nach dem Krieg zog das Geschäft in die Erftstraße und war in den folgenden Jahren sehr erfolgreich, sodass es um weitere Laden- und Lagerflächen erweitert wurde. 1983 übernahmen die Kinder das Möbelhaus, bis es 1989 geschlossen wurde.

Über dem Schriftzug des Möbelhauses befindet sich eine große Reklame für den Deutschen Möbel-Großeinkauf (DMG). Die 1960 gegründete Gesellschaft dürfte den Zweck gehabt haben, ihren Partnerhändlern im Sinne einer Einkaufsgenossenschaft günstige Preise zu sichern. Die Zusammenarbeit mit der DMG scheint damals ein Verkaufsargument gewesen zu sein, heute ist sie weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden.

Vielen Dank an Bianca G. für das schöne Foto! Fotografiert im August 2024.
Quellen: Neusser Zeitung, Rheinisches Volksblatt, Reichsanzeiger, Handelsregister, Firmengeschichtelink, Landesarchiv NRW NW 1037-A/REG Nr. 14128.

Heinrich Herzogenrath in Hückelhoven

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Hier hat eine schöne Firmeninschrift über einem längst geschlossenen Geschäft die Zeiten überdauert.
„Heinrich Herzogenrath“ war ein inhabergeführtes Haushaltswarengeschäft, das in Schaufenberg von Fahrrädern über Haus- und Küchengeräte, Nähmaschinen, Waschmaschinen, Radios, Kinderwagen, Öfen usw. eine sehr breite Palette anbot. Darüber hinaus gab es eine Reparaturwerkstatt und Ersatzteile für Zündapp-Motorräder. Die Ursprünge des Geschäfts ließen sich noch nicht völlig ergründen, die Häuser in der Straße wurden aber erst um das Jahr 1921 erbaut. Kurz zuvor hatte in direkter Nachbarschaft die Zeche Sophia-Jacoba eröffnet und brauchte für die vielen Bergleute Wohnungen sowie Geschäfte zur Versorgung der Bewohner. Vermutlich kam Heinrich Herzogenrath auch erst zu diesem Zeitpunkt nach Hückelhoven.

Zur selben Zeit gab es in Köln einen Namensvetter, der mit Nähmaschinen und Motorrädern handelte. Ab Mitte der 20er-Jahre war er unter dem Namen „Harry Herzogenrath“ ein erfolgreicher Motorrad-Rennfahrer, der u. a. Deutscher Meister im damals populären Motorrad-Bahnfahren war (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Speedway). Dabei raste man mit Motorrädern über Radrennbahnen, was mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko verbunden war. Wahrscheinlich sind beide Personen nicht identisch.

Der Hückelhovener Herzogenrath verstarb etwa in den 1950er-Jahren, worauf seine Frau den Laden weiterführte. Spätestens 1970 hatte man den Standort in der Bergarbeitersiedlung verlassen und war ins Stadtzentrum von Hückelhoven umgezogen. In den 80er-Jahren übernahm die Tochter das Geschäft, bis es 1992 nach etwa 70 Jahren geschlossen wurde.

Auf dem mindestens 55 Jahre alten Firmenschild vom ersten Standort gibt es mehrere Schichten, wobei der in Fraktur-Schrift gehaltene Name oben liegt. Darunter sind ältere Buchstaben zu erahnen, aber leider nicht mehr zu entziffern, jedoch ist teilweise noch das angebotene Warensortiment lesbar.

Vielen Dank an Dave W. für den Hinweis! Fotografiert im April 2025.
Quellen: Adressbuch Kreis Erkelenz, Heinsberger Volkszeitung, Handelsregister.