Werbewand in Valkenburg

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Diese schöne Werbewand kann man im niederländischen Valkenburg bestaunen. Sie besteht heute aus sieben Kacheln mit Werbung, die vermutlich aus den 1920er- oder 30er-Jahren stammen. Darunter scheint aber ältere Werbung durch, anscheinend wurde die Wand immer wieder übermalt. Leider lässt sich vieles nicht mehr entziffern, aber beworben wird u. a. die Philips-Lampe, eine Autowerkstatt in Maastricht und die Batavier Schifffahrtslinie.

In Valkenburg ist die Wand Kult, man hat sich des Erbes angenommen und die Kacheln an anderen Gebäuden im Ort originalgetreu nachgemalt. Leider gibt es aber selbst auf der offiziellen Webseitelink des Projekts kaum Hintergrundinformationen zur Werbewand.

Fotografiert im Dezember 2022.

A. Kinkel / Schenker & Co. in Wuppertal

Die Transport-Kontor der Rheinisch-Westfälischen Eisen-Industrie A. Kinkel AG, Zweigniederlassung Wuppertal entstand in den 1930er-Jahren als Betriebsstätte des seit 1923 bestehenden Unternehmens mit Hauptsitz in Berlin. Geschäftszweck war die Lagerung und der Transport von Gütern, das Unternehmen hatte aber wesentlich ältere Wurzeln.
Mitte 1876 gründete August Kinkel in Hagen die Firma A. Kinkel (zuvor betrieb er von 1867-75 eine gleichnamige Firma in Dortmund), kurz danach benannte er sie in Transport-Comptoir der Rheinisch-Westfälischen Eisen-Industrie A. Kinkel um. Nach seinem Tod wenige Jahre später übernahm zunächst seine Witwe Therese die Leitung und am Beginn der 90er-Jahre (der Sohn?) Albrecht Kinkel, der die Firma mit zahlreichen Niederlassungen im Deutschen Reich vergrößerte. 1923 gründete Kinkel mit anderen Gesellschaftern die obige Aktiengesellschaft in Berlin (dabei wurde Comptoir zu Kontor), brachte das bisherige Unternehmen ein und saß bis zu seinem Tod im Jahr 1930 im Aufsichtsrat.
Eine Niederlassung in Wuppertal (Elberfeld bzw. später Barmen) gab es schon vor den 30er-Jahren, der rechtliche Status als Zweigniederlassung brachte aber erweitere Kompetenzen im weit von der Zentrale entfernten Geschäftsgebiet mit sich. 1959 wurde das Unternehmen in die Schenker & Co. GmbH integriert und hörte nach 83 Jahren auf zu bestehen.

Die Schenker & Co. GmbH, Zweigniederlassung Wuppertal bestand von den 1930er- bis in die 80er-Jahre und gehörte zur gleichnamigen Berliner Gesellschaft, welche sich auf das von Gottfried Schenker in den 1870er-Jahren gegründete Unternehmen zurückführte. 1931 wurde es von der Deutschen Reichsbahn gekauft und ist heute Teil der Deutschen Bahn.

Seit Beginn der 1930er-Jahre hatten beide Zweigniederlassungen die gleiche Anschrift, zunächst nahe dem Güterbahnhof Oberbarmen, später am Güterbahnhof Unterbarmen. Das wird auch in der bündigen Wandreklame deutlich, vermutlich hatte Schenker schon damals eine wesentliche Beteiligung am Transport-Kontor.
Das Unternehmen Kinkel wurde etwa Mitte der 1950er-Jahre in eine GmbH umgewandelt, während die Werbung noch von der AG spricht. Damit lässt sich die Entstehung auf den Zeitraum zwischen den 30er- und den 50er-Jahren eingrenzen, also vor über 70 Jahren.

Fotografiert im Dezember 2022.
Quellen: Reichsanzeiger, Handelsregister, Adressbuch Wuppertal.

Katzur & Faltermaier in Düsseldorf

Katzur & Faltermaier, Fassadenwerbung, Fassadenreklame, Düsseldorf, Autovermietung

Katzur & Faltermaier war eine bekannte Autovermietung in Düsseldorf, als Partner der Europa Service Autovermietung. Sie arbeitete auch als Spedition bzw. Transportlogistiker. In Erinnerung habe ich das Unternehmen aber eher als Vermieter von Transportern und Klein-LKW, die z.B. bei Umzügen im Bekanntenkreis gerne genutzt wurden. Das 1964 gegründete Unternehmen bestand bis 1995.
Obwohl die Werbung etwa 30-40 Jahre alt sein dürfte, sieht sie noch fast aus wie neu. Weitere Spuren hat das Unternehmen vermutlich nicht hinterlassen, am ursprünglichen Sitz in der Klosterstraße steht heute ein Neubau und eine andere Fassadenwerbung in der Behrenstraße ist längst übermalt (im Jahr 2008 war sie noch sichtbar)

Fotografiert im November 2022.