Auto Wenzel in Düsseldorf

Die Auto Wenzel GmbH wurde 1979 gegründet und betrieb einen Autohandel mit Werkstatt für Fahrzeuge der Marke Citroën. Das Logo auf rotem Grund führte Citroën 1985 ein, aus der Zeit dürfte auch die Werbung stammen, die damit knapp 40 Jahre alt ist. Die GmbH bestand bis Mitte der 90er-Jahre, heute befindet sich am Standort eine Kfz-Werkstatt gleichen Namens.

Bei Veedol handelte es sich damals um ein bekanntes Motorenöl, das 2003 vom deutschen Markt verschwand und erst seit einigen Jahren wieder erhältlich ist.

Fotografiert im November 2022.

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Simca in Jaulzy

Simca bzw. SIMCA war ein französischer Automobilhersteller, dessen durchaus innovative und mit internationalen Preisen ausgezeichnete Autos in den 70er- und 80er-Jahren auch in Deutschland weit verbreitet waren. Dazu gehören z. B. der Simca 1100link, Horizonlink oder der Rancholink.

Seit den 50er-Jahren übernahm der amerikanische Chrysler-Konzern zunehmend Anteile von den bisherigen Eigentümern und konnte Anfang der 60er-Jahre die Aktienmehrheit auf sich vereinen. 1978 ging Simca an Peugeot, wo man die neue Tochtergesellschaft kurz danach in Talbot umbenannte und die verbliebenen Modelle schließlich ab Mitte der 80er-Jahre mit den eigenen Modellreihen zusammenlegte, womit Simca/Talbot aufhörte zu bestehen. Der Import von Simca-Autos nach Deutschland begann etwa 1960. Selbst im Heimatland Frankreich sieht man die Wagen schon lange nicht mehr auf der Straße und aus dem Bewusstsein ist die Marke ebenfalls weitgehend verschwunden.

Da meine Eltern auch einen 1100 fuhren, ist das Fundstück eine schöne Erinnerung. Die gelbe Werbung stammt vermutlich aus den 70er-Jahren, darunter befindet sich allerdings eine noch ältere Simca-Reklame mit weißer Schrift auf blauem Hintergrund. Der kleine Anbau unterhalb der Werbung hatte ursprünglich ein Flachdach und keinen Kamin, sodass heute ein Stück verdeckt wird. Jaulzy ist ein kleines Straßendorf nordöstlich von Paris.

Weiterführende Informationen zur Marke haben Simca.chlink und Wikipedia.delink.

Fotografiert im Oktober 2021.

Dujardin in Düsseldorf

Dujardin ist ein Weinbrand, der vom gleichnamigen Unternehmen in Krefeld produziert wird.

Die Fassadenwerbung stammt vermutlich aus den 1950er- oder 60er-Jahren. Sie dürfte die Jahrzehnte unter einer Plakatwand überdauert haben, hat aber dennoch stark gelitten. Unter dem roten Schriftzug wird der Name in weißer Schrift wiederholt, weiter unten steht auf einer geschwungenen Linie „Imperial“.

Fotografiert im November 2022.

Dampf-Wasch- und Plätt-Anstalt in Wismar

Die Dampf-Wasch- und Plätt-Anstalt am St.-Marien-Kirchhof in Wismar war eine Wäscherei mit Bügelservice (plätten ist ein älteres Wort für bügeln), die dem Namen nach mit einer Dampfmaschine betrieben wurde. Der Kaufmann Wilhelm Gerlitzky gründete das Unternehmen im Jahr 1905 und kaufte das Gebäude wahrscheinlich im selben Jahr. Davor gab es dort vermutlich keine geschäftliche Nutzung. Die Wäscherei blieb bis 1913 oder 1914 und zog dann in die Mecklenburger Straße um. Das Unternehmen existierte am neuen Standort bis zum Anfang der 20er-Jahre, möglicherweise überlebte es die Wirtschaftskrise und Hyperinflation von 1923/24 nicht.
Das Gebäude stand zunächst wohl leer, bis es Gustav Heitmann, Inhaber einer Papiergroßhandlung und Buchdruckerei, etwa 1917 kaufte. Kurz danach mietete sich der Schneider Gottlieb Salomon ein und nutzte die Räumlichkeiten vermutlich auch beruflich. Mitte der 30er-Jahre wechselte mit Erich Schmidt erneut der Eigentümer, der dort bis weit in die Nachkriegszeit die Wasch- und Plätt-Anstalt „Phönix“ betrieb. Weiteres ist momentan noch unbekannt. Das Gebäude ist übrigens nicht als Denkmal klassifiziert, anders als sein heruntergekommener Nachbar (das graue Eckhaus auf dem unteren Foto).

Vielen Dank an Sandra L. für das schöne Foto! Fotografiert im November 2022.
Quellen: Adressbuch Wismar, Denkmalliste Wismar.

La Prévoyance Sociale in Brüssel

Das schöne Gebäude im Jugendstil wurde 1912 errichtet und später mehrfach umgebaut bzw. erweitert. Erbauer war die belgische genossenschaftliche Versicherungsgesellschaft Société coopérative d’Assurances La Prévoyance Sociale, die das Gebäude bis 1957 nutzte.

Weiterführende Informationen zum Gebäude hat heritage.brusselslink.

Fotografiert im April 2017.

Katzur & Faltermaier in Düsseldorf

Katzur & Faltermaier, Fassadenwerbung, Fassadenreklame, Düsseldorf, Autovermietung

Katzur & Faltermaier war eine bekannte Autovermietung in Düsseldorf, als Partner der Europa Service Autovermietung. Sie arbeitete auch als Spedition bzw. Transportlogistiker. In Erinnerung habe ich das Unternehmen aber eher als Vermieter von Transportern und Klein-LKW, die z.B. bei Umzügen im Bekanntenkreis gerne genutzt wurden. Das 1964 gegründete Unternehmen bestand bis 1995.
Obwohl die Werbung etwa 30-40 Jahre alt sein dürfte, sieht sie noch fast aus wie neu. Weitere Spuren hat das Unternehmen vermutlich nicht hinterlassen, am ursprünglichen Sitz in der Klosterstraße steht heute ein Neubau und eine andere Fassadenwerbung in der Behrenstraße ist längst übermalt (im Jahr 2008 war sie noch sichtbar)

Fotografiert im November 2022.

Bazar de Port-en-Bessin in Port-en-Bessin-Huppain

Bazar, Port en Bessin, Fassadenwerbung, Souvenirs, Einzelhandel, Ouistreham, Drehort

Bei dieser Hausfassade handelt es sich um eine kleine Hollywood-Berühmtheit. Das Gebäude steht am Hafen in Port-en-Bessin, einem hübschen Fischerort in der Normandie. Die Aufschrift „Bazar de Port-en-Bessin“ gibt es schon spätestens seit den 1930er-Jahren. Sie weist auf ein Geschäft hin, dass noch immer existiert und heute Strandsachen, Fischereibedarf sowie Souvenirs verkauft. Der ursprüngliche Ortsname ist jedoch nur schwer lesbar und wird von dem Namen „Ouistreham“ überlagert, einer ca. 40 km weiter östlich liegenden Stadt.

Ouistreham wurde am 6. Juni 1944 von den Alliierten im Rahmen der Landung in der Normandie befreit. 1961 drehte Regisseur Darryl F. Zanuck den US-Spielfilm „Der längste Tag“ über die Invasion, allerdings war der Originalschauplatz während der Gefechte zerstört und danach in anderer Form wiederaufgebaut worden. Alternativ wählte man Port-en-Bessin für die Kampfszene aus und änderte den Schriftzug am Haus zu „Bazar de Ouistreham“. Das Gebäude ist in einem Filmausschnitt auf YouTubelink ab Sekunde 55 zu sehen.

Zwar wurde später der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt, über die Jahre trat „Ouistreham“ jedoch wieder hervor. Das ursprüngliche Aussehen zeigt ein Foto aus dem Jahr 1944 bei Wikimedia.orglink.

Fotografiert im August 2020.

Verkaufsanstalt IV der Gutehoffnungshütte in Oberhausen

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Die Gutehoffnungshütte (GHH) in Oberhausen betrieb mehrere Zechen und verarbeitete die geförderten Erze weiter, später kam der Maschinenbau hinzu. Sie richtete über die Jahre zahlreiche Verkaufsanstalten zur preiswerten Versorgung der Arbeiter und ihrer Familien mit Lebensmitteln ein.
Die Verkaufsanstalt IV wurde 1910 als Teil der Werkssiedlung Vondern erbaut und stellte den Betrieb vermutlich in den 60er-/70er-Jahren ein, als die Unternehmen der Montanindustrie im Ruhrgebiet nach und nach geschlossen wurden. Die Beschriftung bzw. Inschrift ist nicht aufgemalt, sondern erhaben dargestellt, was darauf schließen lässt, dass man von vorneherein mit einer langen Nutzung rechnete. Vor dem Schriftzug sind Schlägel und Eisen als Symbol für den Bergbau abgebildet, dahinter die verschlungenen Buchstaben GHH.

Weiterführende Informationen bieten die interessanten Aufsätze vom Osterfelder Bürgerringlink und von Alfred und Ulrich Lindemann (PDF)link.

Fotografiert im Februar 2021.

Dubonnet in Dannemarie

Dubonnet, Fassadenwerbung, Dannemarie, Getränkewerbung, Likör

Dubonnet ist ein Aperitif, den Frankreichurlauber sicherlich kennen, in Deutschland ist er nicht besonders verbreitet. Er soll sogar das Lieblingsgetränk der britischen Königin Elisabeth II. gewesen sein.

Dubonnet-Werbung findet man in Frankreich noch recht häufig in vielen Landesteilen und es scheint, als ob flächendeckend im ganzen Land geworben wurde. Oft nimmt die „publicité murale“ eine Häuserwand ein, an Landstraßen sind teils ganze Bauernhöfe damit versehen. Es gibt verschiedene Varianten, hier ist der Schriftzug doppelt und überlappend dargestellt. Der blaue Hintergrund ist typisch für die Marke, trotz des weißen Flaschenetiketts. Der Schriftzug unter dem Namen blieb nur teilweise erhalten, dort steht üblicherweise: „vin tonique au quinquina“ (stärkender Wein mit Chinarinde).

Fotografiert im Juni 2022.

Gatzweilers Alt in Düsseldorf

Gatzweilers Alt, Haus Niederrhein, König Pilsener, Fassadenwerbung, Düsseldorf, Bierwerbung
Gatzweilers Alt, Haus Niederrhein, König Pilsener, Fassadenwerbung, Düsseldorf, Bierwerbung

Gatzweilers Alt (kurz Gatz) war eine der großen Düsseldorfer Altbiermarken und auch über die Region hinaus verbreitet. In den 90er-Jahren erlebte die Brauerei der gleichnamigen Besitzerfamilie einen Umsatzrückgang und wurde an den Carlsberg-Konzern verkauft. Meiner Wahrnehmung nach war die Marke über die Jahre außerhalb von lokalen Supermärkten und Getränkeläden kaum noch zu finden. Anfang 2022 wurde sie an die Brauerei Bolten in Korschenbroich (nahe Mönchengladbach) verkauft.
Das aufgemalte Haus vor dem Schriftzug gibt es wirklich, es steht auf der Bolkerstraße 41 in der Altstadt und beherbergt die traditionsreiche Hausbrauerei Zum Schlüssel, die sich noch im Besitz der Familie Gatzweiler befindet.

Haus Niederrhein war eine Gaststätte bzw. Kneipe mit langer Tradition, die bis etwa Anfang der 2000er-Jahre existierte. König Pilsener ist eine Biermarke der König-Brauerei in Duisburg.

Weiterführende Informationen zur Marke hat die Rheinische Postlink.

Fotografiert im Oktober 2022.

Olympia Getränk in Düsseldorf

Olympia Fruchtsaftgetränk, Fassadenwerbung, Düsseldorf, Getränkewerbung, Saarfürst, Brauerei, Merzig
Olympia Fruchtsaftgetränk, Fassadenwerbung, Düsseldorf, Getränkewerbung, Saarfürst, Brauerei, Merzig

Olympia war ein Fruchtsaftgetränk der Saarfürst-Brauerei in Merzig im Saarland, das aber auch an andere Produzenten lizenziert wurde. Anscheinend gab es nur eine Sorte basierend auf Zitrusfrüchten, die unter dem Slogan Olympia – erfrischt – belebt beworben wurde. Die Produktion endete spätestens mit der Schließung der Brauerei in den 1980er-Jahren.
Vor ein paar Jahren wurde auf der rechten Seite ein Anbau errichtet, seitdem ist die Werbung etwas abgeschnitten.

Weiterführende Informationen bieten Wikipedia.delink, www.genuin.atlink und eine Bierdeckelseitelink.

Fotografiert im Oktober 2022.